5 Gründe, warum es schwer ist zu verzeihen

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5 Gründe, warum es schwer ist zu verzeihen

 

Alles, was dein Vertrauen und deine Liebe zu einer Person missbraucht, ist schwer zu verzeihen.

Dies gilt umso mehr, als die Person, die dir das angetan hat, dir wahrscheinlich sehr nahe stand.

Du hast sie an dich herangelassen und sie hat dich unvorbereitet erwischt.

Jetzt stehst du da mit all diesen schrecklichen Erinnerungen.

Du bist verletzt, du bist wütend, und du hast dir geschworen, der Person niemals zu vergeben!

Aber das Problem ist, dass du ihnen nicht verzeihst, weil du ihnen damit keine Lektion erteilst.

Es wird sie nicht für das, was sie dir angetan haben, zur Rechenschaft ziehen.

Es wird dir auch keine Gerechtigkeit bringen oder die Dinge wieder in Ordnung bringen.

Das Einzige, was es bewirken wird, ist, dass sich deine Verbitterung und dein Ärger weiter aufstauen.

Schon bald wird das alles sein, was du noch hast.

Doch Vergebung geht nicht von heute auf morgen.

Es ist ein Prozess, der Zeit und viel Mühe erfordert. Hier sind fünf Gründe, warum es so schwer ist, zu vergeben.

 

  1. Du kannst dich nicht über deine wahren Gefühle öffnen

Sich zu öffnen bedeutet, verletzlich zu sein und offene Wunden aufzureißen.

Was ist also die Alternative? Einfach still bleiben.

Viele Menschen reagieren am besten, wenn sie sich bedeckt halten und ihre Gefühle unter Verschluss halten.

Kennst du das Sprichwort „Aus den Augen, aus dem Sinn“?

Das trifft hier definitiv nicht zu.

Das Problem ist, dass man demjenigen, der einem Unrecht getan hat, nur schwer vergeben kann, wenn man nicht offen über seine Gefühle spricht.

Man hat das Gefühl, in eine Ecke gedrängt worden zu sein, aus der es keinen Ausweg gibt.

Denn wenn du nicht über deine Gefühle sprichst, verschwinden sie nicht einfach! S

ie werden sich nie in Luft auflösen.

Sie bleiben an Ort und Stelle, bis du bereit bist, sie herauszulassen.

Um das zu tun, brauchst du einen vertrauenswürdigen Freund, dem du dich anvertrauen kannst.

Du kannst auch eine Therapie oder Beratung aufsuchen, wo du die Unterstützung und Hilfe bekommst, die du brauchst.

 

  1. Du kannst deine Wut nicht kontrollieren

 

Dies ist das Gegenteil des ersten Grundes. Wenn du das Gefühl hast, dass du nicht vergeben kannst, weil du deine Wut nicht unter Kontrolle hast, bist du nicht allein.

Viele Menschen werden von blindem Zorn gepackt. Das macht es schwer, Vergebung zu erlangen oder zu akzeptieren.

Dann lässt du zu, dass Wut und Zorn die Oberhand gewinnen, und das Einzige, was du willst, ist Rache.

Das ist alles, worauf man sich konzentrieren kann.

Das Problem mit der Wut ist, dass sie dich von den wirklichen Problemen ablenkt. Sie vernebelt dein Urteilsvermögen und macht das Vergeben praktisch unmöglich.

 

  1. Du willst nicht, dass die Person aus dem Schneider ist

 

Oftmals ist unser Groll als eine Art Strafe für die Person gedacht, die uns verletzt hat.

Es gibt uns die Illusion von Macht und Kontrolle über unsere Gefühle.

Diese Bestrafung ist jedoch nur selten wirksam.

Die andere Person ist sich vielleicht nicht einmal deines Grolls bewusst oder weiß nicht einmal, dass sie dich überhaupt beleidigt hat.

Sie lebt einfach ihr eigenes Leben, während du mit der schweren Last zurückbleibst.

Eines der schwierigsten Dinge bei der Vergebung ist die Erkenntnis, dass es gar nicht um die Person geht!

Wenn du jemandem vergibst, geht es darum, dass du endlich mit deinem Leben weitermachen kannst.

Es geht darum, den ganzen Groll loszulassen und zu lernen, das Geschehene ohne Urteil zu akzeptieren.

Verzeihen entlastet die Person nicht und befreit sie nicht von dem, was sie getan hat.

Je eher du das erkennst, desto eher kannst du den ersten Schritt zur Heilung tun.

 

  1. Du willst nicht noch einmal eine Enttäuschung riskieren

 

Vielleicht hast du Angst, dass du dich angreifbar machst, wenn du vergibst.

Niemand möchte ein zweites Mal verletzt oder enttäuscht werden, selbst wenn es durch eine andere Person geschieht.

Also tust du das Logischste: du schottest dich ab.

Man vergibt nicht, man vergisst nicht, und man öffnet sich nicht, um seine Gefühle zu zeigen.

Noch wichtiger ist, dass du anderen Menschen nicht die geringste Chance gibst, dir nahe genug zu kommen.

Nach Ansicht von Psychologen ist dies ein bekannter Abwehrmechanismus.

Er zielt darauf ab, sich vor zukünftigen Enttäuschungen zu schützen.

Das mag zwar richtig sein, aber es hält dich auch davon ab, dein Leben wirklich zu leben.

Bevor du lernen kannst zu vergeben, ist zu erkennen, dass das Leben chaotisch ist.

Es hat seine Höhen und Tiefen, seinen Anteil an glücklichen und nicht so glücklichen Tagen.

 

  1. Du fühlst dich missverstanden

Wie kannst du vergeben, wenn du das Gefühl hast, nicht verstanden worden zu sein?

Wenn du dich unverstanden fühlst, ist es oft einfacher, deinen Groll und deine Verbitterung zu rechtfertigen.

Man schottet sich mehr und mehr ab. Je höher diese Mauern werden, desto wütender und verbitterter wirst du.

Es ist ein Teufelskreis, der immer weitergeht.

Doch in deinem Kopf siehst du keinen anderen Ausweg.

Es wird immer schwieriger, das Geschehene loszulassen.

Und solange du das Bedürfnis hast, dass sie dich anhören, wirst du nie loslassen können.

Schließlich haben sie dich nicht richtig behandelt, warum solltest du ihnen also verzeihen?

Aber wenn du an all der Wut und dem Schmerz festhältst, verletzt du nur einen Menschen DICH SELBST.

Ist es nicht an der Zeit, dass du dir selbst die Freundlichkeit und das Mitgefühl entgegenbringst, die du verdienst?

Alles beginnt mit Vergebung.

Wenn Du dich tiefer mit dem Thema befassen maöchtest, dann habe ich 2 Empfehlungen für dich:

1. Journal und Workbook:

2. Ein kleiner Kurs im Vergeben, Webinaraufzeichnung

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